Die Bilanz eines sportlich erfolgreichen aber ansonsten auch herausfordenden Vereinsjahres zog dieser Tage der Reitclub Achern. Herausragend waren sicherlich die Veranstaltungen. Der Turnierstandort konnte weiter gestärkt werden und zählt zu den Besten der Region. Ob das große Springturnier im Mai oder das Herbstturnier, stets gab es mit Unterstützung des Wettergotts große Starterfelder und eine tolle Publikumsresonanz. Die Deutsche Meisterschaft der Vierkämpfer mit 28 Mannschaften und über 500 Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet setzte wieder Maßstäbe und wenn der RCA will, kann er 2029 zum 50-jährigen Jubiläum des Vereins wieder Gastgeber für die Titelkämpfe sein – ein besseres Kompliment kann man einem Veranstalter kaum machen. Für die Kinder der Region gab es wieder das Ferienprogramm der Stadt und eine Woche lang das eigene Reitercamp mit 30 Kindern. Im neuen Jahr waren alle Vierkämpfer aus dem Ländle in Achern um sich für die Deutschen Meisterschaften in Fürstenwald (bei Kassel) zu empfehlen und am Wochenende nach Ostern gibt es wieder das Dressurturnier, in diesem Jahr ergänzt mit Springen für Amateure ab 45 Jahren. Die AJA als Dachorganisation der Aktiven hat zum Saisonstart nach Achern eingeladen, die Nennungszahlen sind doppelt so hoch wie bei vergleichbaren Veranstaltungen und mit Gästen aus Frankreich und Holland gibt es neben den Aktiven aus dem ganzen Bundesgebiet sogar internationalen Flair. Zu kämpfen hat der Reitclub allerdings wie alle Vereine mit galoppierenden Kosten und mit der Besetzung seiner Mitarbeiterstellen im Stall. 50 Vierbeiner wollen an sieben Tagen versorgt und die Anlage gepflegt sein. Auf dem inländischen Arbeitsmarkt finden sich kaum Mitarbeiter, nach mehreren Fehlschlägen hofft man bis Mitte Mai entsprechend besetzt zu sein. Auch die Mitglieder werden vor und während der Veranstaltungen gefordert sein, 30 Arbeitsstunden müssen Aktive ab 14 Jahre künftig erbringen. Möglichkeiten hierzu gibt es ausreichend. Im Zusammenhang mit der Hochwasserschutzmaßnahme an der Acher musste die Anlage teilweise neu geordnet werden, die Chance zur Verbesserung wurde genutzt, auch wenn hierfür erhebliche Mittel aufgewendet werden mussten. Um zeitgemäße und den Bestimmungen entsprechende Haltungsbedingungen bieten zu können müssen der Verein und seine Aktiven in den kommenden Jahren weiter investieren.


